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PFLICHT ERFÜLLT, KÜR VERPASST – VFL MIT ARBEITSSIEG GEGEN VECHTA

Der VfL Oldenburg hat sein Heimspiel gegen SFN Vechta mit 2:0 (0:0) gewonnen und damit die nächsten drei Punkte in der Landesliga Weser-Ems eingefahren. Dabei tat sich die Mannschaft von Trainer Julian Kersting lange schwer und konnte erst im zweiten Durchgang den Unterschied machen.

Die erste Halbzeit war aus VfL-Sicht wenig zufriedenstellend. „Wir haben uns schwergetan und kein gutes Spiel gemacht“, ordnete Kersting klar ein. Auch personell musste das Team umgebaut werden: „Uns haben einige Stammspieler gefehlt, wir haben in der Startelf gewechselt und mussten uns erstmal neu sortieren.“

Im Spiel selbst fehlte es vor allem an Struktur und Ruhe. „Wir haben das Spiel zu sehr in die Vertikale gesucht und die Breite außer Acht gelassen“, erklärte der Coach. Immer wieder lief sich der VfL im Pressing der Gäste fest. „Wir haben es nicht geschafft, durch das Pressing von Vechta zu spielen, sondern sind immer wieder in den Druck reingelaufen. Dadurch hatten wir kaum Ballbesitzphasen.“ Die Partie entwickelte sich zu einem hektischen Schlagabtausch mit Aktionen auf beiden Seiten. „Es ging viel hoch und runter, Vechta kam über ihr Umschaltspiel.“

Auch gegen den Ball sah Kersting Verbesserungspotenzial: „Die nötige Intensität hat gefehlt, um Vechta wirklich zu verwunden. Unser Nachrückverhalten war mannschaftlich nicht gut genug.“ So blieb es zur Pause folgerichtig beim 0:0.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der VfL deutlich verbessert. „In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Breite im Spiel und sind dadurch auch zu mehreren Torchancen gekommen“, so Kersting. Mit zunehmender Spielzeit übernahm Oldenburg mehr Kontrolle und erhöhte den Druck.

In der 77. Minute fiel schließlich die verdiente Führung: Tade Niehues traf zum 1:0. In der Schlussphase sorgte dann Joker Diego Frers für die Entscheidung, als er in der Nachspielzeit zum 2:0-Endstand einschob. „Diego ist reingekommen und hat direkt das zweite Tor gemacht – das hat uns natürlich geholfen“, sagte Kersting.

Trotz des Erfolgs blieb der Trainer kritisch: „Das war die schwächste Leistung der letzten drei Spiele. Wir haben es nicht geschafft, über 90 Minuten unseren Fußball zu spielen.“ Gleichzeitig ordnete er den Sieg ein: „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient.“

Defensiv ließ der VfL nur wenig zu, auch wenn Vechta immer wieder Nadelstiche setzte – vor allem nach Standards. „Da waren sie gefährlich, aber wir haben sie insgesamt nicht zu klaren Torchancen kommen lassen.“

Unterm Strich steht ein verdienter Heimsieg, auch wenn sich der VfL das Leben über weite Strecken selbst schwer machte. „Wir haben es verpasst, das Spiel früher zu entscheiden“, so Kersting. Dennoch: Drei Punkte bleiben in Oldenburg – und darauf lässt sich aufbauen.

© Foto: Finn Vogel

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