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DER VFL OLDENBURG TRENNT SICH TORLOS GEGEN PAPENBURG

Der VfL Oldenburg hat sich im Auswärtsspiel beim SC BW 94 Papenburg mit einem 0:0 getrennt. Gegen eines der Topteams der Landesliga Weser-Ems zeigte die Mannschaft von Trainer Julian Kersting einen engagierten Auftritt und hatte über weite Strecken sogar die besseren Möglichkeiten, um drei Punkte mitzunehmen.

„Insgesamt ist das Ergebnis ärgerlich“, fasste Kersting nach der Partie zusammen. Dabei war der Matchplan des VfL zunächst klar zu erkennen: Oldenburg stand etwas tiefer, lief den Gegner aber trotzdem immer wieder hoch an. „Wir wollten Papenburg nicht die Möglichkeit geben, die Räume in der Tiefe zu bespielen“, erklärte der Trainer. „Das hat taktisch insgesamt gut funktioniert.“

Vor allem über Umschaltsituationen kam der VfL immer wieder gefährlich nach vorne. „Wir haben uns gute Chancen erarbeitet, die eigentlich drin sein müssen“, sagte Kersting. Immer wieder fand Oldenburg spielerische Lösungen und kam situativ sogar bis an die Grundlinie. Doch wie schon häufiger in dieser Saison fehlte im letzten Drittel die letzte Konsequenz. „Letztendlich hat uns wieder die Entschlossenheit im Abschluss gefehlt.“

Defensiv ließ der VfL dagegen nur wenig zu und zeigte gegen die offensivstarken Gastgeber eine konzentrierte Leistung. Auch deshalb entwickelte sich die Partie lange zu einem intensiven und taktisch geprägten Duell auf Augenhöhe.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel offener, beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne. Dennoch hatte der VfL weiterhin das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. „Insgesamt hatten wir definitiv die Möglichkeit, mehr als nur einen Punkt mitzunehmen“, so Kersting. „Das zieht sich leider ein Stück weit durch die ganze Saison, dass wir zu wenig aus unseren Chancen machen.“

Überschattet wurde die Partie allerdings von der verletzungsbedingten Auswechslung von Tade Niehues. Der Offensivspieler musste zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. „Das war ganz klar der Tiefpunkt des Spiels“, erklärte Kersting. Immerhin gab es kurz darauf leichte Entwarnung: „Es ist nichts gebrochen, aber er hat eine Verletzung an der Schulter und wird jetzt weiter ärztlich behandelt.“

Trotzdem überwog beim VfL am Ende auch das Positive. „Vom Einsatz der Jungs und von der gesamten Vorstellung bin ich zufrieden“, betonte Kersting. Besonders die jungen Spieler aus der eigenen Jugend hinterließen erneut einen starken Eindruck: „Auch unsere A-Jugendlichen haben das gegen einen starken Gegner richtig gut gemacht.“

So nimmt der VfL Oldenburg am Ende einen Punkt aus Papenburg mit – verbunden mit dem Gefühl, dass an diesem Nachmittag sogar noch mehr drin gewesen wäre.

© Foto: Finn Vogel

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