BITTERE LAST-MINUTE NIEDERLAGE IN ESENS
Der VfL Oldenburg hat beim TuS Esens eine extrem bittere und vermeidbare Niederlage hinnehmen müssen. Beim 1:2 (0:1) aus Sicht der Oldenburger entschied ein Gegentor in der Nachspielzeit die Partie – und das, obwohl der VfL über weite Strecken das Spiel bestimmte.
Von Beginn an übernahm der VfL die Kontrolle und investierte viel in die Partie, ohne sich jedoch entscheidend zu belohnen. Immer wieder erspielte sich das Team gute Möglichkeiten, ließ diese aber ungenutzt. „Wir verpassen es aktuell, uns für unseren hohen Aufwand zu belohnen. Wir brauchen einfach zu viele Torchancen, bis am Ende etwas Zählbares dabei herauskommt“, erklärte Trainer Julian Kersting nach dem Spiel.
Stattdessen ging Esens kurz vor der Pause in Führung: Daniil Osadets traf in der 38. Minute zum 1:0 für die Gastgeber. Ein Treffer, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte, da der VfL bis dahin mehr vom Spiel hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: Oldenburg dominierte das Geschehen, Esens lauerte auf Umschaltmomente. Der verdiente Ausgleich fiel schließlich in der 76. Minute, als Awrdekhan Kheder zum 1:1 traf.
Alles deutete auf eine Punkteteilung hin – doch in der Nachspielzeit folgte der nächste Rückschlag. Hauke-Jan Bents nutzte eine der letzten Aktionen des Spiels und traf zum 2:1 für den TuS Esens.
Für Kersting ein wiederkehrendes Muster: „Wir machen es dem Gegner zu einfach, gegen uns Tore zu schießen, und treffen in entscheidenden Situationen zu viele falsche Entscheidungen. Damit laden wir den Gegner am Ende selbst ein.“
Entsprechend groß war der Frust nach Abpfiff. „Insgesamt ist es sehr frustrierend, das zweite Spiel in Folge zu verlieren, in dem wir den Gegner dominiert haben, uns aber nicht mit drei Punkten belohnen.“
Unterm Strich steht für den VfL Oldenburg eine unnötige Niederlage, die vor allem aufgrund des Spielverlaufs schmerzt. Jetzt gilt es, die Chancenverwertung zu verbessern und die einfachen Fehler abzustellen – damit sich der Aufwand in den kommenden Spielen wieder auszahlt.
© Foto: Lukas Zumbrock

