“WIR HABEN UNS DIE GEGENTORE PRAKTISCH SELBST EINGEBROCKT.”
Der VfL Oldenburg musste im Heimspiel der Landesliga Weser-Ems eine bittere 0:4 Niederlage gegen den SV Brake hinnehmen – vor allem, weil man sich am Ende selbst um den möglichen Erfolg brachte.
Die Partie begann ausgeglichen und entwickelte sich über weite Strecken ohne klare Vorteile auf einer Seite. Beide Mannschaften fanden immer wieder Lösungen, ohne jedoch konsequent genug zu werden. Der VfL hatte zwar mehr Ballbesitzphasen, konnte diese aber nicht entscheidend in gefährliche Aktionen ummünzen.
„Es ist extrem bitter, das Spiel zu verlieren – vor allem, weil es nicht daran lag, dass der Gegner besser war, sondern daran, dass wir uns selbst im Weg gestanden haben“, erklärte Trainer Julian Kersting nach der Partie. Vor allem in den entscheidenden Momenten fehlte die nötige Präzision, während man sich die Gegentore durch eigene Fehler selbst einhandelte. „Wir haben uns die Gegentore praktisch selbst eingebrockt.“
Auch im weiteren Spielverlauf tat sich der VfL schwer, die kompakt stehenden Gäste vor größere Probleme zu stellen. Brake agierte vor allem darauf bedacht, das Spiel zu unterbrechen und wenig Räume anzubieten – und nutzte die sich bietenden Chancen konsequent. „Umso ärgerlicher ist es, gegen eine Mannschaft zu verlieren, die in erster Linie darauf aus ist, das Spiel des Gegners zu zerstören“, so Kersting.
Trotz der Niederlage sieht der Trainer Fortschritte im Vergleich zu den vergangenen Wochen: „Insgesamt bin ich mit unserer Leistung deutlich zufriedener als noch vor einigen Wochen, selbst im Vergleich zum Heimsieg gegen Melle.“
Unterm Strich bleibt eine unnötige Niederlage, bei der sich der VfL Oldenburg für den betriebenen Aufwand nicht belohnen konnte. „Solche Tage gibt es leider“, fasste Kersting zusammen.

